Versicherungslexikon

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Selbstbehalt in der technischen Versicherung

Je nach Versicherungsart sind unterschiedliche Selbstbehaltsvereinbarungen möglich.

Zeitlicher Selbstbehalt ist der Zeitraum, in dem der Unterbrechungsschaden vom Versicherungsnehmer selbst zu tragen ist (sog. Eigenbehalt oder Selbstbeteiligung).

Die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung dient in der BU-Versicherung dazu, kurzzeitige Unterbrechungen aus der Versicherungsleistung herauszunehmen, dem Versicherungsnehmer die Möglichkeit der Schadenminderung zu geben, den Versicherungsnehmer am Schadenbehebungsprozeß zu beteiligen.

Der Mindestselbstbehalt beträgt zwei Arbeitstage.

Über längere Zeiträume (bis zu mehreren Wochen) kann der Versicherungsnehmer seine Eigenversorgung individuell anpassen und die Prämie reduzieren.

Alternativ besteht die Möglichkeit eines prozentualen Anteils, den der Versicherungsnehmer bei jedem Schaden selbst zu tragen hat.

Entstehen mehrere Schäden, so wird der Selbstbehalt jeweils einzeln abgezogen.

Durchgesetzt hat sich allerdings die Alternative, daß ein fester Geldbetrag (250,-- €, 300,-- €) von der Ersatzleistung in Abzug gebracht wird.

Schäden mit einer Höhe, die geringer ist als der Selbstbehalt, werden folgerichtig auch gar nicht erst aufgenommen und bearbeitet.

In der Regel beträgt der Mindestselbstbehalt 300,-- €. Bei Verlusten durch Diebstahl werden meist 25%, mindestens 300,-- € vereinbart.

Veränderungen wie z. B. Erhöhung der Selbstbehalte, sind möglich.

Sie sollten nach Möglichkeit den heutigen, zeitgemäßen Gegebenheiten angepaßt und gegen entsprechende Rabattierung erhöht werden.

Selbstbehalte unter 3.000,-- € sind heutzutage eher unüblich.


 
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